Der innere Schweinehund im Interview, exklusiv nur bei uns

Meine Damen und Herren ich präsentiere: Der innere Schweinehund. Er hat viele Namen und ist bei uns allen Zuhause. Als Haustier ohne gesetzlichen Regelungen und ohne speziellen Voraussetzungen lebt er bei uns allen. Ihn zeichnet aus, dass er sich mit wenig aktiver Zuneigung pudelwohl fühlt. Er liebt Netflix, faulenzen und zocken, bekommt aber von fast niemandem einen eigenen Namen.

Der Innere Schweinehund
Der Innere Schweinehund

Mehr Rechte für den Schweinehund

Neuste Bewegungen fordern mehr Rechte für den Schweinehund. Als treuer Begleiter hält er sich stets bei uns und wird doch von so vielen zwar stillschweigend akzeptiert, jedoch nicht weiter (artgerecht) behandelt.

Staatliche Regelungen werden, einzig und alleine aufgrund der Kontrollmöglichkeiten und natürlich des Personalmangels, nicht greifen können. Daher ist es an uns! An dir und mir! Redet mit anderen Leuten über diese Problematik, macht es euch und anderen bewusst und fangt klein an mit diesem einen kleinen Trick:

Gib etwas einem Namen und es erhält automatisch ein wenig mehr Beachtung

Daher heißt mein innerer Schweinehund ab heute ‚Klaus‘

Treffender könnte man ihn nicht nennen, denn Klaus klaut mir die Lust zum laufen. Er klaut gerne Toastbroat von der Küchenplatte und frisst dieses (mit viel zu viel Nutella) binnen Sekunden um sich heimlich gleich die nächsten paar Scheiben zu klauen.

Aus meinem heimlichen Naschversteck klaut er sich besonders gerne Chips und andere Kalorienbomben und stopft sie in sich hinein – gerne nach 20 Uhr und insbesondere bevor er mich dazu zwingt ins Bett zu gehen – da knurrt er dann immer aus meinem Magen heraus und droht mit Schmerzen falls ich mich mit einem so vollen Bauch noch bewege.

Klaus klaut mir einen großen Teil qualitative Lebenszeit. Er fügt zwar seine spezielle Qualität hinzu, aber von Abwechslung kann keine Rede mehr sein. Seine Vorstellungen von Qualität sind nun mal Netflix und Sofa oder mal einen angenehmen Tag nur im Bett verbringen. Er verschränkt sich gerade zu kategorisch neue Sachen auszuprobieren. War noch nie im Hochseilgarten und meidet alles, was damit beginnen würde zur Haustüre zu gehen.

Er ist teilweise sogar so extrem, dass er meine Sportsachen in die Waschmaschine steckt obwohl ich vor hatte joggen zu gehen. Er versteckt meine Schuhe an Orten an denen ich sie nicht finden kann – und dies mit Perfektion denn: Er will nicht dass ich aufräume – dass ist ihm, so vermute ich, zu viel ‚hin und her‘.

Artgerechte Haltung des Schweinehundes

Unser Schweinehund hat einen festen Platz bei uns. Er darf gerne bei uns bleiben und wir dürfen auch alle gerne zusammen mit Ihm Zeit verbringen. Artgerecht wird das ganze in dem Moment, in dem wir ihn auch gelegentlich zur Bewegung zwingen. Nur der Anfang wird schwer sein denn sobald wir dies ein paar mal gemacht haben möchte er dies sogar. Er weiß dass seine Zeit danach kommt und nimmt den Aufwand davor gerne in Kauf – fordert ihn sogar um schneller seine Zeit zu bekommen. Dazu muss er einfach nur diese anderen Möglichkeiten kennengelernt haben.

Und wie ein Kind wird er, sobald man ihm hier zuviel Freiheit gibt und ihn nicht weiter anleitet, wieder auf seine alten Muster zurück fallen. Er weiß, dass er seine Belohnung auch ohne Aufwand bekommen kann, wenn er sich nur geschickt genug anstellt.

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